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Cloud-Kosten ​

Contrixt holt die Kosten Ihrer Cloud-Anbieter automatisch ab und ordnet sie Applikationen zu — je Anbieter wählen Sie im Einrichtungs-Assistenten das passende Zuordnungsmerkmal.

Unterstützte Anbieter & Zuordnungsmerkmale ​

AnbieterDatenquelleZuordnungsmerkmale
Microsoft AzureCost Management APISubscription → Applikation · Resource Group → Applikation · Tag
AWSCost ExplorerAccount → Applikation · Tag
Google CloudBigQuery-Billing-ExportProjekt → Applikation · Tag
Hetzner CloudRessourcen × offizielle PreislisteProjekt → Applikation · Label
OVH Public CloudVerbrauchsübersicht (kalkulatorisch)Projekt → Applikation

Scope-Zuordnung (Subscription/Resource Group/Account/Projekt): Sie ordnen jeden Scope einmalig einer Applikation zu — gut, wenn Ihre Cloud-Struktur bereits applikationsbezogen geschnitten ist.

Tag-basiert (automatisch): Sie definieren einen Tag-Schlüssel (z. B. contrixt-app); als Wert tragen die Ressourcen den App-Tag der Applikation. Kosten werden dann vollautomatisch zugeordnet — auch für neue Ressourcen.

Mehrere Verbindungen je Anbieter ​

Je Anbieter können Sie beliebig viele Verbindungen anlegen — jede mit eigenem Anzeigenamen, eigenen Zugangsdaten, eigenem Zuordnungsmerkmal und eigener automatischer Monatsbuchung. Das ist besonders bei Hetzner wichtig: API-Tokens gelten dort je Projekt, Sie legen also für jedes Projekt eine eigene Verbindung an. Auch mehrere Azure-Tenants, AWS-Accounts oder GCP-Abrechnungsexporte binden Sie so parallel an.

Kosteneinträge hängen an ihrer Verbindung: Jede Verbindung synchronisiert und bucht getrennt, und beim Löschen einer Verbindung werden nur deren Kosteneinträge entfernt.

Einrichtung (Administrator) ​

Das benötigen Sie — je Anbieter einen lesenden Zugang:

  • Azure: App-Registrierung in Entra (Verzeichnis-ID, Anwendungs-ID, Client-Secret) mit der Rolle „Cost Management Reader“ auf den gewünschten Subscriptions
  • AWS: IAM Access Key mit der Berechtigung ce:GetCostAndUsage (Cost Explorer aktiviert)
  • Google Cloud: Abrechnungsexport nach BigQuery, ein Service-Account-JSON mit BigQuery-Leserecht und die Export-Tabelle
  • Hetzner Cloud: API-Token des Projekts (Lese-Berechtigung) und ein Projektname
  • OVH Public Cloud: Application Key, Application Secret und Consumer Key mit Lesezugriff GET /cloud/* (erstellt über https://www.ovh.com/auth/api/createToken) sowie die Wahl des Endpoints (Europa, Kanada oder USA)

So richten Sie die Verbindung ein

  1. Öffnen Sie Administration → Integrationen (Gruppe „Cloud-Kosten“), wählen Sie den Anbieter und klicken Sie Neue Verbindung — der Assistent erklärt jeden Schritt.
  2. Vergeben Sie einen Anzeigenamen (z. B. „Projekt Production“) und tragen Sie die Zugangsdaten ein.
  3. Wählen Sie das Zuordnungsmerkmal — beim Tag-Modus zusätzlich den Tag-Schlüssel.
  4. Speichern Sie — Contrixt prüft dabei die Verbindung — und klicken Sie Jetzt synchronisieren.

So prüfen Sie, ob alles läuft

Nach dem Sync zeigt die Seite den letzten Sync-Zeitpunkt und die Tabelle Kosteneinträge mit den Monatskosten je Scope. Bei Scope-Zuordnung ordnen Sie unter Scopes → Applikationen die erkannten Scopes einmalig zu. Danach läuft der Sync automatisch nach.

Der Abruf läuft im Hintergrund

Jetzt synchronisieren stößt den Abruf nur an — geholt werden die Daten anschließend im Hintergrund. Solange das läuft, zeigt die Verbindung den Status Synchronisierung läuft; je nach Anzahl der Subscriptions bzw. Projekte dauert das einige Minuten. Sie können die Seite in dieser Zeit gefahrlos verlassen oder schließen: Der Abruf läuft weiter, und die Seite zeigt das Ergebnis von selbst an, sobald es vorliegt — Neuladen ist nicht nötig. Ein zweiter Klick startet keinen doppelten Abruf. Fehlermeldungen erscheinen mit dem Zeitstempel des zugehörigen Laufs, damit Sie alte von neuen Meldungen unterscheiden können.

Azure-Besonderheit bei großen Umgebungen

Microsoft drosselt die Cost-Management-API (Fehler 429) — Umgebungen mit sehr vielen Subscriptions werden deshalb unter Umständen nicht in einem Durchgang abgefragt. Contrixt übernimmt in diesem Fall die bereits gelieferten Teilergebnisse und merkt sich die noch offenen Subscriptions; die Verbindung weist die ausstehende Zahl aus. Die fehlenden Subscriptions holt Contrixt anschließend stündlich automatisch nach, bis alle übernommen sind. Auch ein manueller erneuter Abruf über Jetzt synchronisieren setzt nur an den fehlenden Subscriptions an, statt von vorn zu beginnen. Der Status zeigt dann wird nachgeholt statt einer Fehlermeldung — das ist ein normaler Betriebszustand und kein Handlungsbedarf.

Hetzner-Besonderheit

Hetzner bietet keine Kosten-API. Contrixt berechnet die Monatskosten aus den laufenden Ressourcen (Server, Volumes, Load Balancer) multipliziert mit der offiziellen Preisliste — inklusive Backup-Zuschlag. Das Ergebnis ist eine sehr genaue Schätzung der Monatsrechnung.

OVH-Besonderheit

Contrixt ermittelt die kalkulatorischen Monatskosten je Public-Cloud-Projekt aus der laufenden Verbrauchsübersicht des OVH-Kontos. Jedes Projekt ordnen Sie einer Applikation zu; auf Wunsch bucht Contrixt die Monatskosten automatisch.

Automatische Monatsbuchung ​

Administratoren können je Verbindung festlegen, dass die Cloud-Kosten automatisch zum Monatsletzten als Ist-Buchungen erfasst werden — je Kostenstelle entsprechend der Applikationszuordnung der Kosteneinträge. Aktivieren Sie dazu auf der Anbieter-Seite die Karte Automatische Monatsbuchung und wählen Sie die Kategorie für die Buchungen; optional eine Fallback-Kostenstelle für Kosten, die (noch) keiner Applikation mit Kostenstelle zugeordnet sind. Die Buchungen erscheinen unter Buchungen mit der Quelle Cloud.

Gibt es nicht zugeordnete Kosten und ist keine Fallback-Kostenstelle gewählt, überspringt Contrixt die Buchung mit einem Statusvermerk auf der Karte — sobald Sie die Zuordnung vervollständigen oder eine Fallback-Kostenstelle wählen, holt der nächste Lauf den Monat automatisch nach.

Automatische Aktualisierung ​

Zusätzlich zum manuellen Abruf über Jetzt synchronisieren aktualisiert Contrixt die Cloud-Kosten für alle eingerichteten Verbindungen einmal täglich automatisch in der Nacht. Dadurch bucht die automatische Monatsbuchung stets auf Basis aktueller Zahlen. Den letzten Sync-Zeitpunkt sehen Sie je Verbindung auf der Anbieter-Seite.

Ergebnis ​

  • Kosteneinträge je Monat und Scope mit automatischer Applikationszuordnung
  • Nicht zugeordnete Scopes erscheinen gesondert — Sie sehen sofort, wo die Zuordnung fehlt
  • Die Kosten fließen in die Applikationskostenstruktur und die Berichte ein

Visibility. Intelligence. Control.